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Der Dorfisker macht dicht

Hallo Leute,

mmmh… wenn ich mir meine Seite so anschaue, muss ich feststellen dass ich weniger Artikel reingestellt habe als ursprünlich gedacht. Naja, ich war unter anderem als Admin sehr aktiv in einem Survival-Forum, habe mit meinem Bruder ein Youtube-Projekt sowie einen eigenen Kanal dort, was auch gepflegt sein will. Daher habe ich meinen Blog sehr schleifen lassen. Nun hat sich jedoch ergeben, dass ich mit vielen anderen guten Freunden zusammen etwas gemeinsam aufbauen konnte. In meinem alten Forum habt Ihr es vielleicht schon gesehen. Die Rede ist von unserem neuen Bushcraftportal:

http://www.bushcraftportal.net

Auf diesem Wege bedanke ich mich ganz herzlich für die Leser meines Blogs und lade Euch hiermit recht herzlich ein, in unserem neuen Portal mal vorbeizuschauen. Hier wird beizeiten das Licht ausgemacht, ich muss nur noch den Schalter finden ;-)

Liebe Grüße

Euer Dorftrottel Stefan

BCP-logo

Bark River Knives and Tools: Bravo I

Bravo 1 with BRKT Field Sheath

Darfs ein wenig stabiler sein? Wer auf der Suche nach einem robustem, aber dennoch scharfem und händigem Messer ist, der sollte sich mal das Bravo 1 von der US-Firma “Bark River Knives and Tools” etwas näher anschauen.

BRKT Bravo 1

Das Messer selbst ist, wenn man dem Hersteller glauben darf, auf die Bedürfnisse einer Trainingseinheit der US Marines zugeschnitten. Die USMC Force Recon Training Unit suchte seinerzeit nach einem für ihre Zwecke tauglichem Survivalmesser. In diesem Zusammenhang wurden dann einige Modelle vom zivilen Markt gekauft und über längere Zeit getestet. Übrig blieb allein das Modell “Gameskeeper” der Firma BRKT. Dieses wurde auf Anregung der Marines dann leicht modifiziert und heraus kam das “Bravo 1″ als “survival- and bushcraftknife, built for abuse”, also einem Messer, gebaut für Missbrauch. Schauen wir uns zunächst die technischen Details an:
  • Klingenlänge: 10,8 cm
  • Gesamtlänge: 23 cm
  • Klingenstärke: 5,5 mm
  • Stahl: A2-Werkzeugstahl auf 59-60 HRC gehärtet
  • Konvexschliff
  • skelettierter Flacherl

Mein erster Eindruck als ich das Messer auspackte war: “Meine Fresse, was ein Kaliber!” Die Klingenstärke ist wirklich sehr gut bemessen, aber das ist wohl dem Umstand als “Missbrauchsmesser” geschuldet. Das o.a. Modell hat Griffschalen aus mattiertem G 10 “black & blue”. Die Semi-Custom-Produktion von Bark River lässt eine große Palette an Griffmaterialien zu, so sollte für jeden Geschmack was dabei sein. Die Form des Messers finde ich persönlich sehr ausgewogen und durchdacht. Der Griff liegt sehr gut in der Hand, könnte jedoch etwas mehr “Griffigkeit” besitzen, er ist recht glatt.

Der ballige Anschliff ohne Sekundärfase macht aus der dicken Klinge tatsächlich einen Schneidteufel, solange das Schneidgut nicht zu hart für die dicke Klinge ist! Für die Nahrungszubereitung ist das Bravo I dann auch eher rudimentär geeignet, es schneidet zwar feine Scheiben, Äpfel, Zwiebel und dergleichen werden jedoch eher gespalten. Eine gute Figur macht das Messer beim Anschnitzen von Stöcken, beim Schnitzen von “Feathersticks” und beim Spalten von Kleinholz. Die Klinge selbst steckt die Belastungen mühelos weg und die Schnitthaltigkeit ist sehr gut.

Standardmäßig wird von BRKT eine Kydexscheide mitgeliefert, die einfach und zweckmäßig, jedoch nicht besonders schön ist und im Vergleich zum Messer recht billig wirkt. Die Gürtelschlaufe ist zu “lüttig” und nicht für breitere Koppel geeignet. Optional ist eine Lederscheide erhältlich (siehe Bild oben), die das Messer sicher aufnimmt.

Fazit: Das Bravo I ist kein Filetiermesser! Es ist ein Arbeitstier, das auch härtere Beanspruchung kommentarlos verzeiht. Es ist ein gutes Allroundmesser, was vieles kann, für manche Sachen aber “zu breite Schultern” hat. Wer draußen unterwegs ist und einen langlebigen und stabilen Begleiter sucht, der ist mit dem Bravo 1 gut beraten. Wem das Bravo I noch zu groß oder zu klobig ist, für den ist vielleicht das “Gunny” eine gute Alternative.

Hier seht Ihr den Film zum Messer ;-)

Teil 1

Teil2

Teil 3

Kleine kulinarische Wanderung

Ich finde eine zu einer Wanderung gehört eine vernünftige Brotzeit dazu. Wenn man im Frühling unterwegs ist, braucht man noch nicht einmal viel Proviant mit sich herumschleppen, man pflückt ihn einfach von der Wiese oder vom Wegesrand! Zugegeben, ich bin kein Pflanzenexperte und wahrscheinlich habe ich die leckersten Kräuter stehenlassen, aber auch wenn man sich auf das beschränkt was jeder kennt bekommt man eine Mahlzeit zusammen.

Vom Löwenzahn lassen sich Blätter, Blüten und Wurzeln verarbeiten. Diese können jedoch recht bitter werden. Junger Löwenzahn ist am schmackhaftesten:

Dandelion
Mit einem Grabstock kommt man recht schnell an die Wurzel:
digging out dandelions
Dandelion root

Die gemeine Brennessel. Wer sich immer schon über dieses stechende und brennende Kraut geärgert hat, kann nun Rache nehmen. Junge Brennesselblätter eignen sich prima als Spinatersatz.
stinging nettles
Gänseblümchen machen nicht nur optisch was her. Sowohl geöffnete als auch geschlossene Blüten taugen für die Suppe:
Daisies
Et Voilá, die Grundzutaten:
collected food
Die Löwenzahnwurzeln werden geschrubbt:

my bushcraft kitchen ;-)

Als Beilage gibts Bannock: Mehl, Salz, Kräuter und Wasser werden zu einem geschmeidigen Teig verknetet:
prepared for cooking
Die Wildkräutersuppe braucht nicht lange zu kochen, etwas Salz verbessert den Geschmack um Längen ;-)
cooking wild herbs
Die Bannocks werden einfach in etwas Öl gebacken:
bannock
Das fertige Gericht: Hier fehlt schon etwas Gemüse weil ich vergessen hab auf den Auslöser zu drücken ;-)
Bannock and wild herbs

Bushcrafttreffen 2011 in Gemmingen

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Vom 15.-17.04.2011 fand in Gemmingen im Kraichgau zum zweiten Mal das von Markus aka JollyRoger organisierte Bushcrafttreffen statt. Eingeladen wurde über die Internetforen Bushcraft Buccaneers, Omega Force Survival Group, Outdoorseiten und Odoo.tv und so erschienen die Teilnehmer zahlreich. Neben dem allgemeinen Beschnuppern standen auch einige Aktivitäten auf dem Programm. Der Survival-Experte und Buchautor Johannes Vogel zeigte Interessierten wie man eine Speerschleuder baut, einen Feuerbohrer herstellt oder welche Wildpflanzen zu Nahrungszwecken geeignet sind. Weitere Aktivitäten waren Klettern oder der Bau eines Erdofens. Das Wetter war das ganze Wochenende über traumhaft und die von Outdoorseiten.net freundlicherweise zur Verfügung gestellte Jurte wurde dementsprechend nur als Schlafplatz genutzt ;-)

Es war ein interessantes Treffen mit vielen neuen Erkenntnissen, Bekanntschaften und der Spaß ist beileibe nicht zu kurz gekommen. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Zwei Teilnehmern sind auf dem Treffen Messer abhanden gekommen sowie einem Teilnehmer ein Fachbuch. Ich hoffe inständig dass jemand die Sachen versehentlich eingepackt hat und den Besitzern wieder zukommen lässt!

Fotos vom Treffen gibt es hier und hier

Biwaksack 3-Lagen-Laminat (Mil-Tec)

Ich möchte kurz meinen Biwaksack vorstellen, es handelt sich um folgendes Modell:

http://www.sturm-miltec.de/de/Ausr%C3%BCstung/2000/Schlafen/2060/SCHLAFSACKH%C3%9CLLE%20MODULAR%203-LG.LAM.OLIV/14115001/SCHLAFSACKH%C3%9CLLE%20MODULAR%203-LG.LAM.OLIV.htm

BILD3040

Mil Tec? Daran scheiden sich ja die Geister. Ich muss gestehen, als ich das Teil bei einem Händler bestellt habe wusste ich nicht wer der Hersteller ist. Aber davon ganz abgesehen, schildere ich mal meinen Eindruck nach zwei Frostnächten:

Erstmal zu den Details: Der Biwacksack ist mit rund 0,8m x 2,4m recht großzügig geschnitten, das Obermaterial besteht aus einem dreilagigen Polyester/Polymer-Kunststoff, der für Wasserdichtigkeit bei gleichzeitiger Atmungsaktivität sorgen soll. Der seitlich angebrachte (sehr stabile!) Reißverschluss reicht etwa bis Kniehöhe und wird durch eine Regenleiste verdeckt. Alternativ kann die Leiste auch nur mit Druckknöpfen geschlossen werden, was für einen höheren Luftaustausch sorgt. View full article »

Picogrill 239

Heute hatte ich endlich das Vergnügen eines meiner neueren Spielzeuge auszuprobieren. Es geht um den Picogrill 239, einem faltbaren Hobo-Kocher. Vorteile des (zugegebenermaßen nicht ganz günstigen) Kochgerätes sind sein geringes Gewicht (239 g, daher der Name) und sein flaches Packmaß.

Der Picogrill kommt per Brief aus der Schweiz und im Lieferumfang enthalten sind neben dem Kocher ein Spieß/Topfauflage, eine Transporttasche und eine Anleitung. Optional erhältlich sind zusätzliche Spieße oder ein Pfannenkreuz als Auflage für große Töpfe. Mit einem zusätzlichen Spieß ist es z.B. möglich einen Trangia-Brenner im Kocher zu fixieren und diesen als Windschutz zu nutzen.

Zusammengelegt hat der Kocher ein Packmaß von 33,5 x 19 x 0,5 cm. In aufgeklapptem Zustand sind die Abmessungen in etwa 16 x 16 x 19 cm. Hergestellt wird dieser Wildniskocher aus dünnem Edelstahlblech, welches teils durch Schlitze teils durch Drahtschnüre miteinander verbunden ist. Die Kocherauflage lässt sich in verschiedenen Höhen einschieben und der Brennraum ist für einen Hobo recht groß. Durch die Anordnung der Lüftungsschlitze erreicht der Picogrill einen ordentlichen Kamineffekt, der kleine Holzstücke rasch und ohne viel Rückstand verbrennt.

Auf Youtube habe ich mich an einem Videoreview versucht:

Verschiedene Feuerstarter

Um ein Feuer auch unter widrigen Umständen erfolgreich zu entzünden bedarf es einem guten Feuerstarter. Heute stelle ich vor: mit Vaseline getränkte Wattepads, Stahlwolle und Birkenrinde. Die Videos sind vielleicht nicht so toll, sind dafür auch meine ersten ;-)

Mora Clipper 840 MG

Wer draußen unterwegs ist, lernt mit der Zeit ein gutes Messer zu schätzen. Für viele Arbeiten sind Klappmesser einfach zu klein oder zu unpraktisch. Wer daher auf der Suche nach einem feststehendem Messer ist, wird von einer schier unüberschaubaren Vielfalt erschlagen. Die Preisspanne reicht von spottbillig bis annähernd unbezahlbar und auch in Punkto Qualität gibt es sowohl Kernschrott als auch High-End-Produkte. Teuere Messer sind zwar oft den günstigen Modellen überlegen, aber viele Leute scheuen sich dann auch Gebrauch davon zu machen. Und darüberhinaus will auch nicht jeder einen viertel Monatslohn in seinen scharfen Begleiter investieren. Gerade im unteren Preissegment tummeln sich viele Anbieter, deren Messer einen soliden und brauchbaren Eindruck machen, die sich bei näherem Hinschauen aber oft als Fehlkäufe entpuppen. View full article »

HBC Tobacco Box

Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein war es üblich, Feuer mit Feuerstein und Stahl sowie Zunder zu entfachen. In der Regel wurde dieses „Feuerzeug“ in einfachen Eisendöschen oder auch Lederbeuteln transportiert, es gab aber auch aufwendige Zunderdosen aus Silber. Die britische „Hudson Bay Company“ hat Ende des 18. Jahrhunderts die „HBC Tobacco Box“ oder „HBC Tinder Box“ als Handels- und Tauschware eingeführt und erfreute sich besonders in Nordamerika großer Beliebtheit.

Die Zunder- oder Tabakdosen erhielten wurden aus verschiedenen Materialien hergestellt. Billigere Produkte bestanden aus dünnem Zinnblech, teurere aus Messing oder Neusilber. Allen gemein war jedoch die im Deckel integrierte Brennlinse. Die Dose selbst hat einen einfachen Stülpdeckel, der den Inhalt jedoch ausreichend fest verschließt. Die Glaslinse ist ebenfalls mit einem Messingdeckelchen geschützt. Wer sicher gehen will, kann sich aus Leder einen Transportbeutel konfektionieren.

In der Dose selbst transportiere ich einen Striker, Feuersteine (Flints), etwas Birkenrinde, Flachs und verkohlten Leinenstoff (Charcloth). Wenn die Sonne scheint, kann man binnen kürzester Zeit den Zunder mithilfe der Linse entzünden. Den Brennpunkt zu finden ist nicht schwer und selbst bei kaltem Winterwetter fängt der Zunder binnen Sekunden an zu glimmen.

Erhältlich ist dieses nette kleine Ausrüstungsteil beim Reenactors-Shop oder bei Hudsons Bay.

Aha… ein Forum!

Zugegeben, es ist wahrscheinlich das 3-Millionste seiner Art. Aber wir (das sind Basti von secret-boxes.de und ich) wollen trotzdem den Versuch starten, ein neues Forum zu beleben. Ihr seid herzlich eingeladen uns dabei zu unterstützen!

Hier gehts zum neuen Forum

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